Internetanbindung
- Starlink
- Starlink Router im Bridge-Modus
- UniFi Gateway MAX mit 1 TB
Netzwerk, Beleuchtung, Heizung, Sensorik, Videoüberwachung, Zutritt, Energie-Monitoring und selbst gebaute ESP32-Projekte laufen bei mir auf einer einzigen Plattform zusammen. Der große Vorteil: Herstellergrenzen spielen praktisch keine Rolle mehr.
Infrastruktur
Die Grundlage für ein stabiles Smart Home ist ein verlässliches Netzwerk. Alle Komponenten sind fest verkabelt – mit Ausnahme von Garage und Gartenhaus.
Netzwerk-Topologie · eigene Darstellung
Reale Topologie-Ansicht · UniFi Controller
Größenordnung
Vom Access Point über Sensoren und Leuchten bis zu Notebooks, Konsolen und Eigenbauten – alles verteilt auf die neun VLAN-Segmente.
Die übrigen Geräte verteilen sich auf Zigbee- und BLE-Sensorik, WLAN-Aktoren, Displays, ESP32-Eigenbauten sowie mobile Endgeräte.
Segmentierung
Das Netzwerk ist in neun VLANs mit jeweils passenden WLANs aufgeteilt. Die integrierte Firewall sorgt für die Trennung der Bereiche und für die nötigen Einstellungen im Bereich Kinderschutz.
VLAN-Segmentierung · eigene Darstellung
Separates Segment für die Einbindung und Ersteinrichtung neuer Geräte.
Sämtliche IoT-Komponenten, Sensorik und Aktoren im Haus.
Echo-Geräte und Alexa-Dienste in einem eigenen Bereich.
Smartphones und Tablets der Familie.
Laptops und Arbeitsgeräte mit eigenen Zugriffsrechten.
Vollständig isoliertes Gastnetz ohne Zugriff auf interne Systeme.
Konsolen und Streaming-Geräte für die digitale Unterhaltung.
Bereich für Sonderfälle, Tests und angepasste Geräte.
Eine UniFi Protect G5 Kamera überwacht den Parkplatz und den Zutrittsbereich zum Gebäude.
Plattform
Home Assistant läuft auf einem Raspberry Pi 4B. Sämtliche Zigbee-Geräte werden zentral über einen SONOFF Dongle eingebunden – zusätzliche Hersteller-Bridges werden dadurch nicht mehr benötigt. Ergänzend sorgen drei Bluetooth-BLE-Empfänger für die Anbindung von Fenster- und Türsensoren sowie Raumfühlern.
Zigbee läuft über einen einzigen Koordinator, ergänzt um drei BLE-Empfänger für batteriebetriebene Sensoren im ganzen Haus.
Funkwege · eigene Darstellung
Home Assistant Architektur · eigene Darstellung
Integrationen
Eine Auswahl der eingebundenen Plattformen und Protokolle – von Beleuchtung über Netzwerk bis hin zu Unterhaltung.
Das Prinzip
Alle netzwerkfähigen Komponenten werden zentral von Home Assistant verwaltet. Dadurch kann systemübergreifend gearbeitet werden: Ein Helligkeitssensor in einem Shelly Display kann als Bedingung für einen Hue- oder Sonoff-Bewegungsmelder dienen – unabhängig davon, ob die Leuchte per Zigbee oder WLAN betrieben wird.
Nachtlicht-Automation · eigene Darstellung
Praxis
Beleuchtung ist nur ein kleiner Teil der Möglichkeiten. Die folgenden Abläufe laufen bei mir im Haus.
Briefkasten-Automation · eigene Darstellung
Heizungssteuerung · eigene Darstellung
Der Raumsensor erfasst Bewegung, Home Assistant prüft den eingestellten Dämmerungssensor. Bei entsprechender Dunkelheit schaltet das Licht ein. Nach einer fix eingestellten Zeit oder sobald keine Bewegung mehr erkannt wird, gehen die Lichter wieder aus.
BeleuchtungDer Status lässt sich auch von unterwegs abfragen. Meldet ein Sensor bei Abwesenheit eine Öffnung, wird benachrichtigt – quasi wie eine kleine Alarmanlage.
SicherheitSensoren messen die Raumtemperatur, aktivieren Heizungen und schalten bei Erreichen der Zieltemperatur wieder ab. Über die Feuchtewerte lassen sich Raumbefeuchter automatisiert steuern.
RaumklimaKleine Duftnebler stehen in verschiedenen Räumen, befüllt mit Wasser und ein paar Tropfen Duftöl. Sie schalten nachts ab einer gewissen Dämmerung automatisch ein oder zusätzlich, wenn die Raumfeuchte zu tief liegt.
WohlfühlenFeuchtesensoren in Blumenkästen und Hochbeeten zeigen den Trocken- bzw. Feuchtestatus an, aktivieren bei Bedarf die Bewässerung und beenden sie automatisch wieder.
GartenÖffnet der Postbote die Klappe, spricht der montierte Sensor an und Alexa oder ein anderer Sprachassistent meldet, dass die Post da ist.
BenachrichtigungZutritt & Zufahrt
Zwei Bereiche, in denen sich Eigenbau und fertige Komponenten besonders gut ergänzen – vom selbst gedruckten RFID-Leser bis zur standortabhängigen Toröffnung über CarPlay.
Zutrittssystem · eigene Darstellung
Standortbasiert und automatisch.
Derselbe Toröffner, manuell gesteuert.
Bedienung im Alltag
Nicht jede Automation muss vollautomatisch laufen – manchmal ist der schnellste Weg ein Display an der Wand.
Seit dem Update von Shelly lässt sich auf den Displays auch die Home Assistant Oberfläche darstellen. Ein definierter Benutzer kann die GUI laden und die freigegebenen Bereiche schalten.
Die Temperaturen werden über Shelly und das Plugin für Temperatursensoren überwacht, die Beleuchtung läuft automatisiert.
Aquarien-Lichtsteuerung · eigene Darstellung
Energie
Strommess-Sensoren – etwa von Shelly – erfassen den Verbrauch je nach Anwendung für das Gesamtgebäude oder einzelne Stränge und zeichnen ihn auf. Ebenso lassen sich PV-Einspeise- und Verbrauchsdaten sauber darstellen.
Selbst gebaute Dashboards zeigen Verbräuche und Summen übersichtlich an – als Grundlage für bewusste Entscheidungen im Alltag.
Datenspeicherung
Ein NAS mit 6 TB Speicherplatz bildet die zentrale Datenablage im Haushalt – als Backup-Ziel für Home Assistant sowie für Dokumente und Bilder aus der macOS-, iOS- und Windows-Umgebung der Endgeräte.
Das Netgear ReadyNAS läuft im RAID 1 und sichert die Backups von Home Assistant – 1× täglich sowie zusätzlich bei jedem Update. macOS-Geräte werden über Time Machine gesichert, iOS- und Windows-Endgeräte legen Dokumente und Bilder ebenfalls zentral auf dem NAS ab. Die wichtigsten Daten werden zusätzlich einmal nächtlich auf eine externe Festplatte kopiert, um auch bei einem lokalen Ausfall abgesichert zu sein.
Backup-Konzept · eigene Darstellung
ESPHome Lab
Ein besonders spannender Bereich in Home Assistant ist der ESP32-Builder. Die kleinen Platinen lassen sich selbst programmieren, können Ausgänge schalten, Eingänge erfassen und Temperaturen messen – ohne zusätzliche Hardware außer der Sensorik. In Mehrfachpackungen liegen die Geräte preislich unter 25 Euro. Mit passenden 3D-Druck-Gehäusen entstehen daraus kleine, feine Infopoints.
Digitaluhren mit umschaltbaren Visualisierungen wie PAC-Man oder Super Mario, die bei vollen Minuten eine kurze Animation darstellen.
Display
Ein Gerät, drei Anzeigen im Wechsel: Abfallkalender, Hausstatus (Innen-/Außentemperatur, offene Fenster & Türen) und der aktuelle Stromtarif.
Eigenbau
Ein zweites Gerät zeigt die Restlaufzeit der Waschmaschine im Keller sowie den Zustand des Geschirrspülers – inklusive Hinweis auf Salz und Klarspüler.
StatusESP32 mit RFID-Leser im selbst gedruckten Gehäuse, platziert hinter der Glasscheibe bei der Haustüre – Home Assistant schaltet das Relais für den Türöffner.
Eigenbau
Eigene Visualisierung der Solaranlage: Vorlauf- und Rücklauftemperatur, aktuelle Boilertemperatur, Delta T sowie animierter Pumpenlauf auf einen Blick.
Visualisierung
Ein Gerät für den Standort Sulzberg zeigt im Wechsel Temperatur & Wind, Luftwerte (Feuchtigkeit, Luftdruck, UV), Niederschlag und Bewölkung an.
EigenbauFazit
Home Assistant verbindet bei mir Netzwerk, Smart Home, Zutritt, Energieüberwachung und Eigenentwicklungen zu einer zentralen Plattform. Durch die Kombination aus UniFi, Zigbee, ESPHome, Shelly, Hue und vielen weiteren Integrationen entstehen herstellerübergreifende Automationen, die den Alltag komfortabler, effizienter und transparenter machen. Das Gezeigte ist dabei nur ein kleiner Auszug der aktuellen Möglichkeiten.